LandLuft Baukulturgemeinde-Preis 2016


Ausgezeichnete Baukultur

Mit dem LandLuft Baukulturgemeinde-Preis werden alle drei Jahre engagierte österreichische Gemeinden ausgezeichnet, welche auf eine innovative bauliche Gestaltung als eine wichtige Strategie für eine zukunftsorientierte Gemeindeentwicklung setzen.

Vor allem setzen diese Gemeinden jedoch auf ihre Bürgerinnen und Bürger als aktive MitgestalterInnen ihres unmittelbaren Lebensraumes. Denn erst dort, wo sich Bürgerinnen und Bürger aktiv in die bauliche Gestaltung ihrer Gemeinde einbringen, entstehen mehr als schöne Bauwerke: es entsteht Baukultur.

Renate Gräf, Amtsleiterin
Ulrike Böker, Bürgermeisterin Ottensheim

Was ist Baukultur in einer Gemeinde?

Fragt man Bürgermeisterin Ulrike Böker, wie Baukultur in Ottensheim, einer der drei Preisträgergemeinden des Baukulturgemeinde-Preis 2012, gelebt wird, beschreibt sie zuerst die strukturierte Phase der Bewusstseinsbildung, Konzeption und Strategieentwicklung, die sämtlichen baulichen Maßnahmen vorausgeht. Die daraus resultierende Akzeptanz und Beteiligung der BürgerInnen zeigen, wie gelebte Baukultur Gestalt annimmt. Das sieht man am Beispiel des vielfach preisgekrönten Gemeindeamts das einen direkt von der Straße aus begehbaren Saal beherbergt.



 
Franz Hopfgartner, Bürgermeister
Leo Grimm Landwirt, Mitglied Dorferneuerungsausschuss
Richard Schneider, Obmann Dorferneuerung,
Gemeinderat Hopfgarten
In Hopfgarten i.D., der zweiten Preisträgergemeinde 2012, wurde in den 1990er Jahren das einzige Gasthaus im Dorf geschlossen. Was anderswo resigniert hingenommen wird, hat im Osttiroler Defereggental die Bevölkerung mobilisiert und einen baukulturellen Entwicklungsprozess ausgelöst. „Im neu gegründete Dorferneuerungsausschuss haben zwölf bis 15 Leute gemeinsam mit den Vereinen ein Raumprojekt entwickelt und eine Fläche gefunden, wo etwas entstehen könnte“, erzählt Franz Hopfgartner, seit 1998 Bürgermeister in Hopfgarten zu den baukulturellen Anfängen in seiner Gemeinde. 


 
Elmar Rhomberg, Bürgermeister Lauterach
In Lauterach, der dritten Preisträgergemeinde im Bunde, hat das rasche Bevölkerungswachstum die Gemeinde vor eine große Herausforderung gestellt hat: ein Dorf zu bleiben und die damit verbundene hohe Lebensqualität zu erhalten. „ Es hat sich gezeigt, dass das unheimliche Wachstum der Gemeinde für viele Leute zu schnell gegangen ist. Deshalb wollen die Menschen Plätze haben, wo man sich trifft und auch einmal ein Dorffest machen kann“, erläutert Bürgermeister Elmar Rhomberg. Gelungen ist das u.a., durch ein Verkehrsberuhigungskonzept und die Schaffung von Sub-Ortszentren.


 

Es zahlt sich aus, einzureichen!

Bis zur Verleihung des nächsten Baukulturgemeinde-Preis 2019 werden Sie als Preisträgergemeinde durch vielfältige Aktivitäten – in Wort und Bild – intensiv ins mediale Rampenlicht gerückt:

  • Die feierliche Preisübergabe in Wien wird zum medialen Fest der Gemeinden
  • die Wanderausstellung zum Baukulturgemeinde-Preis dokumentiert die Aktivitäten in ihrer Gemeinde eindrucksvoll im Großformat: ihre Gemeinde tourt als Teil der Wanderausstellung durch Österreich und Deutschland (10-15 Ausstellungen/Jahr – mit insgesamt über 1500 BesucherInnen/Jahr)
  • das Buch zum Baukulturgemeinde-Preis bereitet die Informationen zu ihrer Gemeinde ansprechend auf (Auflage von 4000 Stück)
  • die Preisträger-Gemeinden werden zum Aushängeschild für erfolgreiche Gemeindeentwicklung – ihr Wissen und ihre Erfahrungen sind gefragt, z.B. in Form von Vorträgen, Kooperationsveranstaltungen, Exkursionen etc.
  • Unterschiedlichste PR-Aktivitäten und Publikationen begleiten die Aktivitäten


Nicht zuletzt werden Sie Teil eines Netzwerkes, das „die Besten“ im Bereich von innovativen baukulturellen Entwicklungen miteinander verknüpft und einen intensiven Erfahrungs- und Wissensaustausch ermöglicht.

LandLuft Baukulturgemeinde-Preis

Bereits zum 3. Mal verleihen LandLuft (www.landluft.at) und der österreichische Gemeindebund (www.gemeindebund.at) den LandLuft Baukulturgemeinde-Preis. In einem zweistufigen Verfahren werden die zukünftigen Baukulturgemeinden von einer hochkarätigen Jury nominiert. Das Engagement sowie die Vorzeigeprojekte in den Preisträgergemeinden werden im Rahmen einer Ausstellung und eines Buchs dokumentiert und einer breiten, internationalen Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

LandLuft Baukulturgemeinde-Preis goes Germany

Im Jahr 2015 überschreitet der LandLuft Baukulturgemeinde-Preis erstmals auch die Grenzen und wird parallel auch im Allgäu ausgelobt. Informationen zum LandLuft Allgäu Baukulturgemeinde-Preis folgen in Kürze.

Teilnahmeberechtigung

Teilnahmeberechtigt sind alle österreichischen Gemeinden mit Ausnahme der Preisträger-Gemeinden des LandLuft Baukulturgemeinde-Preis der Jahre 2009 und 2012. Einreicher können nur öffentliche Körperschaften, d. h. Gemeinden sein.

Die eingereichten Projekte selbst sollten sich sowohl auf öffentliche, wie auch auf privat initiierte Maßnahmen innerhalb eines Gemeindegebiets beziehen. Die Größenordnung der baukulturellen Maßnahmen stellt kein Bewertungskriterium dar. Einreichungen müssen eine ganzheitliche Gemeindeentwicklung umfassen, die sich bereits über mehrere Jahre erstreckt. Jede Gemeinde darf nur eine Einreichung abgegeben.